Naja was du hier bezeichnest gleicht weniger dem Kastenwesen als sozialen Schichten (oder Grupen und vielleicht in einigen Bereichen "Eliten"). Das Kastenwesen (so wie man es z.B. in Indien findet) beschreibt eine soziale Ordnung, die mit Armut in der Regel nichts zu tun hat (im Endeffekt aber schon durch Ausbeutung, usw.).

In einem Land wie Deutschland - oder in jedem anderen riesigen Land - gibts halt verschieden Familien und Menschen, die von Geburt anders "ausgestattet" sind und bei denen sich während ihres Lebens das vielleicht auch ändert. Jeder ist seines Glückes Schmied so gesehen und kann wählen, was er macht, mit wem er sich abgibt und wie er denkt und fühlt. Man beklagt zwar immer in diesem Zusammenhang die soziale Ungerechtigkeit, aber das ist maßloser Quatsch, wie ich finde. Natürlich kann man jetzt krasse Beispiel bringen wie von ausländischen Familien und ihren Kindern, die es schwer haben, von dem Nazivater, der seinem Sohn was über die Welt erzählt oder Menschen, die Pech haben und pleite gehen und dann gar nicht mehr aus dem Dreck rauskommen, Reiche, die es "einfach haben" und dekadent mit Geld rumwerfen (warum auch nicht? Wenn ich so reich wäre wie Steven Spielberg würde ich das auch machen ^^), ... aber da finde ich genug Gegenbeispiele, die genau den "Ausbruch" aus diesem Schema beschreiben.

Ich finde, wenn man so denkt, dann hat man eh schon aufgegeben ^^ ich hab gestern eine Dokumentation über den Pennymarkt auf der Reeperbahn gesehen: dort meinte einer:

"wenn du da auf der Straße sitzt und bettelst, und: 'ahhhhh... ich bin ja so'n armer Kerl, und gib mir odch bitte was -- dann bist du'n PENNER! Aber wenn du losgehst und unternimmst was, dann bist du'n BERBER! Und das ist nen Unterschied, da reichen 100% nicht aus.."

http://www.youtube.com/watch?v=PSovmdOm-OE&mode=related&search= (ab 3:01)

Ich denke mal, das sagt alles. Zu Empfehlen ist übrigens die gesamte Doku (hier ist Teil1: http://www.youtube.com/watch?v=HZbKf-g4KdM)