"Serious Games" ist meiner Meinung nach ein unerträglicher Begriff, er ist viel zu unspezifisch. Und man sieht allein an diesem Thread auch wieder, dass das Wort nur Verwirrung stiften kann.
Ich würde, um klare Abgrenzungen zu schaffen, ganz in Anlehnung an die anderen Massenmedien wie Film und Buch von Schulungsspielen, Sachspielen, Dokuspielen, Lernspielen sprechen. Dann sollte man noch unterscheiden, um welche Kunden es dabei geht: Schüler, die ein eng an das Curriculum des jeweiligen bundeslandes angelehntes Konzept brauchen, Firmen, die es intern zur Schulung von Mitarbeitern nutzen und so weiter.
Der Markt, der dabei auf Schulen und Schüler zielt, ist dabei meiner Einschätzung nach fest aufgeteilt und festgezurrt mit wissenschaftlich beglaubigten Gutachten, wo man als kleiner Entwickler nicht zwischenkommt.
Schau dir mal so einen Verlag wie Cornelsen an. Hatte mit seinem Genius Macht oder wie es hieß an dem Serious Games Wettbewerb in Hessen teilgenommen und gleichzeitig einen ihrer Leute in der Jury sitzen gehabt - das geht doch gar nicht! - und da braucht man auch nicht erst versuchen einen Fuß an die Erde zu kriegen!
ERGÄNZUNG:
Zu Deinem Beispiel mit dem Palästina-Konflikt:
Da würde ich die Spiele zu den Kinofilmen vergleichen. Dort gibt es die Bluckbuster, die im Cinemax und ähnlichen Großkinos laufen und es gibt die Autorenfilme und kleineren Produktionen, die in den kleineren Kinos laufen und Geschichten ermöglichen, die nicht die breite Masse bedienen.
Das Problem: Etwas Vergleichbares zu den Programmkinos gibt es höchstens im Internet auf speziellen Plattformen(ist mehr ein Verdacht als dass ich etwas Sicheres wüßte), aber nicht in den Regalen.
Diese Plattformen würden mich interessieren - wer sie kennt, bitte melden!