für mitarbeiterschulungen finde ich zB den kransimulator, den es mal gab, ne super sache. aber da sind wir schon wieder beim typ "eisenbahnsimulation".
in schulen halte ich "lehrspiele" für vollkommen verfehlt. sie sind meistens schlecht umgesetzt, vermitteln aus designtechnischen gründen immer nur einen ausschnitt des wissens, und unterliegen technischen limitierungen.
das konzept des lehrspiels beruht ja darauf, dass der "lehrfilm" (audiovisueller reiz) durch die komponente "handlung" noch intensiviert wird. damit begeht das spiel aber einen fehlschluss: wie soll der "schüler"/"spieler" eine aufgabe lösen, die er erst erlernen soll. es setzt sich ja auch keiner ins auto, ohne vorher theoriestunden gehabt zu haben und vorher auf dem parkplatz anfahren, blinken und gucken geübt zu haben. "lernen", "wissen aufnehmen" ist erst einmal eine körperlich inaktive sache, es sei denn, man macht sport oder musik oder so was. meiner erfahrung nach lernt man besser durch nachmachen, und durch nachdenken, denn durch trial&error wie in den lernspielen. stichwort "rtfm", und nicht "wenn ich den knopf in 3dgs drücke, passiert nichts...". deshalb können solche spiele nur einen begleitenden, will sagen übungscharakter haben, aber nicht im eigentlichen sinn wissensvermittelnd wirken als lehr(stunden)surrogat.