Nichtsdestotrotz sind Labels wichtig! Ein Lehrer wird nicht unter Lehrfilme schauen, wenn er nach Schindlers Liste sucht.

Deshalb kann man in Anschluss an Wichts Unterscheidungen sagen, dass das, was Dich interessiert, unter das Label Games gehört, und damit ist dafür allererste Priorität, das es gute Unterhaltung verspricht, ganz nach dem ehernen Gesetz "Du darfst nicht langweilen!".

Wenn man nochmal einen Vergleich aus dem Bereich Kino nimmt, ich hatte mal von einem Film gehört, in dem sich Jennifer Lopez - wenn ich mich nicht vertue - engagiert hat, der über das Verschwinden von Frauen in Mexiko ging. Er soll aber relativ schlecht gewesen sein - damit hat er aber auch seinen "ernsthaften" Zweck eingebüßt: keine gute Unterhaltung - keine Reichweite der Aufklärung.

In politischen Theaterstücken ist auf die Groteske zurückgegriffen worden.
Dario Fo, ein Stegreifschauspieler, hat solche Stücke geschrieben.
Oft sind die politischen Sachverhalte so furchtbar, dass sie nicht auszuhalten sind, geschweige denn zur Unterhaltung dienen können, an der Stelle haben die Künstler dann zur Groteske - übrigens auch in Grass' Blechtrommel - gegriffen.

Das könnte ich mir auch sehr gut für ein Spiel vorstellen, dann kannst Du in ein Spiel über einen politischen Skandal Zombies und Monster einbeziehen, das Ganze mit einem aberwitzigen Gameplay garnieren und schon machst Du aus einer ernsten Sache einen Heidenspass, bei dem aber einem das Lachen im Hals stecken bleibt, wenn man wieder zu Atem kommt.